9. bis 11. Oktober 2009
Weimars Zwiebelmarkt ist legendär
Thüringens größtes Volksfest wird in diesem Jahr
zum 356. Mal gefeiert. damit gehört der Zwiebelmarkt mit zu den
ältesten Volksfesten in der Region.
Begonnen hat die Tradition anno 1653 als "Viehe-
und Zippelmarckt". Damals zählte Weimar 5000 Einwohner. Es gab
beileibe nicht nur Zwiebeln: Verkauft wurden auch Sellerie, Meerettich,
Knoblauch, Poree und Majoran sowie zahlreiche andere Gemüse- und
Gewürzsorten.
Für Goethes Verbundenheit mit dem Markt gibt es
viele Beispiele, so ließ er die gekauften Zwiebelrispen an seinem
Schreibtisch befestigen, schmückte sein Haus mit ihnen und lobte die
gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel.
Der Markt
entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum
Zwiebel-Einkaufszentrum für ganz Mitteldeutschland. Ab 1861 wurde der
Markt auf drei Tage verlängert.
Zu DDR-Zeiten kamen bis zu 120.000 Besucher in die
Stadt - an nur einem Tag. 32.000 Zwiebelzöpfe wurden beispielsweise
1970 verkauft - immerhin 100 Tonnen Zwiebeln waren dazu nötig. Gereicht
haben sie dennoch nicht. Manchmal waren sie schon am frühen Vormittag
vergriffen.
Nach der Wende wurde der Zwiebelmarkt auf drei Tage verlängert. Damals wie heute sind es die Heldrunger Zwiebelbauern, die die Rispen herstellen und verkaufen. Zweifarbig, mini oder extra lang - der Zwiebelzopf ist bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt.
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